Einbau

Für meinen neuen IC703 habe ich mir nicht das original ICOM FL-53A sondern das INRAD #122 gekauft. Beide Filter haben eine Bandbreite von 250Hz. Das INRAD Filter ist erstaunlicherweise war auch noch ca. 50.- EURO günstiger als das ICOM Filter. Im Internet findet man aber irgendwie keine korrekte Aussage, welches der beiden Filter besser ist. Ich habe es einfach mal probiert.

Da der Händler, bei welchem ich meinen Transceiver gekauft habe, leider keine INRAD Filter anbietet, musste ich das Filter selbst einbauen. Für mich als "technisch" versierten Funkamateur :-) sollte dies eigentlich kein Problem darstellen. Das Öffnen des Transceivers war nicht schwierig, eher langwierig. Bis die ganzen Schrauben gefunden und entfernt wurden, verging schon ein gewisse Zeit.

 

Das Entfernen der oberen Hauptplatine aus dem Gehäuse war schon etwas fummelig. Die Platine wird von Haltenasen und Langlöchern in Position gehalten. Zum Glück sind aber die Flachbandleitungen zu den anderen Platinen ausreichend lang.

Die erste positive Überraschung war, dass bereits an der Stelle für das optionale Filter eine Isolierscheibe Seitens ICOM eingebaut war. Damit ist das Problem, dass die metallene Unterseite des Filter die darunter liegenden Leiterbahnen kurzschliesst gebannt.

Nun das Filter aus der Verpackung genommen und die von INRAD vorgeschriebene Isolationsfolie unter das Filter geklebt. Ach ja, Isolation; unsere Amerikanischen Freunde gehen da etwas pragmatisch vor … Kein weiterer Kommentar!

Aber das Filter passt einwandfrei an den vorgesehenen Platz, lässt sich problemslos befestigen und einlöten. Die ca. 25 Schrauben wieder angezogen und dem ersten Test stand nichts mehr im Weg.

Hörtests 6. Juli 2007

Am 7. Juli ist gleich der erste Contesteinsatz für den kleinen Transceiver jetzt mit seinem brandneuen CW-Filter geplant. Ich beabsichtige dieses Jahr wieder am OQRP-Contest teilzunehmen. Bisher hatte ich leider keinen QRP-Transceiver für 80m; was sich mit meinem IC-703 geändert hat - jetzt wird es sicherlich der erste Platz ;-)

Tagesstunden

Die ersten Hörtests überzeugen. Das Filter klingt sehr angenehm, kein Klingeln o.ä. Meinem Geschmack nach, klingt das Filter deutlich "schöner" als das 250Hz DSP-Filter meines IC756.

Vor dem Kauf des IC-703 habe ich mir von einem befreundeten Funkamateuer (DK2ST) seinen IC-703 ausgeliehen und ein wenig getestet. Das Gerät hat mich überzeugt - wie man sieht. Eines fiel mir allerdings auf, dass bei starken Signalen weit ausserhalb der Filterbandbreite, man ein zugegebenermassen leises, aber wahrnehmbares Signal hören kann. Dies wird wohl durch Übersprechen innerhalb des Transceivers vom Filtereingang zum Filterausgang hervorgerufen. Dieses Verhalten konnte ich bei meinen Test tagsüber nicht feststellen. Mal sehen, wie sich mein Transceiver auf 40m in den Abendstunden schlägt.

Abendstunden

So heute Abend die ersten Test auf 40m mit und ohne Vorverstärker in CW gemacht. Durchschlagen von starken Stationen längst nicht so stark, wie bei dem älteren Gerät von DK2ST, aber noch sehr leise hörbar. Damit kann man aber gut leben.

Contest 7.+8. Juli 2007

Ich habe mit dem neuen Filter am QRP-CW-Contest teilgenommmen. Das Filter ist wirklich Klasse - aber nachdem viele Selbstbaustationen nicht immer genau auf ihrer Empfangsfrequenz senden, hatte ich öfters das Problem; dass mich eine Station angerufen hat, ich sie aber auf Grund des schmalen Filters gar nicht, oder sehr leise gehört habe.

Ansonsten - einfach Klasse - das Filter klingt sehr "schön". Und die Großsignalfestigkeit des IC-703 an meinen einfachen Antennen ist auch ausgezeichnet.

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2014 CW (Morse Telegraphy) was added to the German Nationwide Inventory of Intangible Cultural Heritage.

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