Bei der Antenne handelt es sich um eine ca. 7,25m hohe Vertikalantenne für die Amateurfunkbänder 40m, 30m, 20m, 18m, 15m, 12m und 10m. Die Abstimmung der Antenne auf die 7 Amateurfunkbänder erfolgt durch drei eingebaute Sperrkreise in der Antenne.

Die Antenne ist, soweit ich es erkennen kann, größtenteils aus Aluminium und Edelstahlbauteilen hergestellt und wiegt knapp 7kg. Die Antenne kommt ohne ein großes Radialnetz aus. Sie verwendet zur Herstellung des Erdbezugs sieben, 1,23m lange Edelstahlstäbe. Damit dies funktioniert, muss die Antenne in einer Höhe von 1,3m bis 2,6m über Grund montiert werden .

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Bezugsquelle

Die Antenne war in Deutschland über die Firma Schülein Elektronik zum Preis von ca. €320,- beziehbar.

Zusammenbau

Der Zusammenbau der Antenne gelang an Hand der beiliegenden 6-seitigen Handbuchkopie problemlos. Die Firma Schülein hat dankenswerterweise die wichtigsten Teile des Originalhandbuchs ins Deutsche übersetzt.

Selbst mit viel Sorgfalt ist die Antenne in maximal 2h aufgestellt. Die Abdichtung der Sperrkreise, welche bereits komplette aufgebaut sind, erfolgt oben durch aufgezogene Gummidichtungen. Wie lange diese wirklich dicht sind, wird sich noch zeigen.

Die Antenne wird mit zwei einfachen Mastschellen (gebogenes Blech - hm, die von Hofi/Fritzel sehen doch irgendwie besser aus...) an einem maximal 60mm dicken Mast befestigt.

Wie man in Abbildung 2 - Einspeisepunkt auf Seite 7 erkennen kann, hat die Antenne keinerlei Verbindung mit dem Mast und somit Erde. Das Antennenkabel wird über die Anpassbox nur mit dem Radialnetz und dem Strahler verbunden. Der Balun ist in einem einfachen Elektroinstallationsgehäuse untergebracht. Dieses hat aber immerhin am Boden einige Bohrungen; dann läuft das eingedrungene Wasser auch wieder raus. Mal sehen, ob das Wasser auch seinen Weg in das Koaxkabel findet.

Mast

Als Mast habe ich mir von meinem Flaschner ein 3,2m langes und 48mm dickes Edelstahlrohr besorgt. Dieses wird in einer 70cm langen, in den Boden eingeschlagenen, verzinkten Stahlhülse gehalten.

Zusätzlich habe ich die Antenne an drei Befestigungspunkten in ca. 2,5m Höhe abgespannt. Hierzu verwendete ich das schwarze, 3mm dicke Polyester-Seil von Peter (DX-Wire ).

Das Aufrichten der Antenne erfolgte dann problemlos mit Hilfe meiner XYL Monika, DL6SCF. Die Antenne bog sich zwar beeindruckend durch, was aber keine bleibende Schäden nach sich gezogen haben dürfte.

Abgleich

Ich habe die Antenne genau nach Aufbauanleitung zusammengebaut. Die darin genannten Maße der Antenne habe ich versucht einzuhalten. Wie die nachfolgenden Messungen zeigen, sind die vorgeschlagenen Maße bei der von mir gewählten Aufbauhöhe gut gewählt.

Wenn ich mal viel Lust habe, werde ich die Antenne nochmals umlegen, alle Schraubverbindungen nachziehen und evtl. kleinere Längenkorrekturen durchführen, um die Abstimmung auf den einzelnen Bändern zu verbessern.

Betriebserfahrungen

Die Antenne ist nun seit ca. 4 Jahren bei mir aufgebaut. Sie hatte bereits diverse Stürme und kräftige Winde erfolgreich überstanden. Beide Antennen sind über getrennte RG58C(/U) Koaxialkabel mit der Station verbunden. Das Kabel der V7+ ist (mit dem miniVNA gemessen) 38,5m lang. Das Kabel zur G5RV dürfte ca. 35m lang sein. Über das 38,5m langes RG58C Koaxialkabel angeschlossen ändert sich der SWR-Verlauf doch etwas zum Guten

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Siehe hierzu im Vergleich die Messung am Fußpunkt der Antenne .

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In der Zwischenzeit habe ich auch mal den Kasten des Balun geöffnet und konnte hier keinerlei Wassereintritt erkennen.

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Empfangsbeobachtungen

Als erstes fiel mir der deutlich höhere Rauschpegel der V7+ im Vergleich zur G5RV auf. Dies liegt vermutlich daran, dass ich am Übergang der Hühnerleiter auf das Koaxialkabel der G5RV einen 1:1 Balun eingebaut habe. Obwohl; die V7+ müsste doch auch einen Balun am Fußpunkt haben?

Meine bisherigen Empfangsbeobachtungen sind sehr verschieden. Stationen in der Entfernung von ca. 1000km bis 3000km sind in den meisten Fällen mit der G5RV mindestens zwei bis drei S-Stufen lauter als mit der V7+. Auf den WARC-Bändern ist die V7+ fast durchweg um 2-3 S-Stufen lauter.

Nachdem aber die Antenne aber nur in östlicher Richtung einen annähernd freien Blick hat, können die Aussagen über die Empfangsfeldstärken nicht wirklich sinnvoll getroffen werden. Was auffallend ist, dass Stationen aus USA durchweg mit der G5RV um 1 bis 2 S-Stufen lauter sind.

Download

Eine umfangreichere Version kann als PDF-Dokument hier heruntergeladen werden.

2014 CW (Morse Telegraphy) was added to the German Nationwide Inventory of Intangible Cultural Heritage.

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